Freitag, 12. Februar 2016
Marie Kondo - The lifechanging magic of tidying
Montag, 13. Oktober 2014
Morgen kommt ein neuer Himmel von Lori Nelson Spielman (The Life List)
Auch wenn ich dieses Buch für meine Verhältnisse recht schnell durch gelesen habe, kann ich nicht mit völliger Überzeugung sagen, dass ich es gut fand. Aber kommen wir erstmal zum Inhalt:
Protagonistin ist die 34jährige Brett Bohlinger, die von außen betrachtet ein recht gutes Leben führt. Allerdings beginnt das Buch mit dem Tod ihrer Mutter, die ihr sehr nahe stand und ein großes Loch in Bretts Leben reißt. Und wider erwarten hinterlässt sie Brett nicht einfach einen Teil des Vermögens (ihre Mutter ist eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau), sondern eine To-Do-Liste, die Bretts Leben völlig auf den Kopf stellen wird. Ich möchte in der Hinsicht nicht zu viel verraten, da ich es sehr angenehm fand, von den Vorhängen am Anfang überrascht zu werden.
Das Buch dreht sich um Lebensträume und wie sie im Laufe der Zeit verblassen, oder von anderen Prioritäten im Leben abgelöst werden, die teilweise mehr der Vernunft und weniger den echten eigenen Wünschen entspringen. Es geht auch darum, sich Dinge schön zu reden, weil man sie für gut hält, auch wenn sie sich, wenn man ehrlich ist, nicht gut anfühlen. Dieses Thema wird nicht nur bei der Protagonistin aufgenommen, sondern auch bei anderen Figuren. Es dreht sich um Entscheidungen und die Kunst, sein Leben nach den eigenen Überzeugungen zu gestalten, auch wenn man auf Probleme stößt, oder andere den Lebensweg für falsch halten. Generell fand ich dieses Grundthema sehr interessant und auch der Schreibstil (sofern man das bei einer Übersetzung bewerten kann), war angenehm. Die Handlung ist, bis auf eine Wendung, halbwegs realistisch. Was mich allerdings im Laufe des Buches gestört hat, ist die Menge an Dramatik, die immer mehr zunimmt. Es war ein bisschen so, als hätte man einen Charakter, der ein armer Obdachloser ist, sich dann als Genie heraus stellt, dessen Eltern sich dann als berühmte Persönlichkeiten entpuppen und er nur durch einen bösen Fehler im Krankenhaus irgendwie verloren ging. Er rettet dann seinem Vater das Leben (wodurch er ihn überhaupt kennen lernt) und trifft dabei auf die Liebe seine Lebens, die sich als die verschollene Jugendliebe herausstellt, die er verlassen musste, weil er wegen [hier damatischen Grund einfügen] glaubte, ihr durch seine Liebe zu schaden. Oder so ähnlich. Alle Ereignisse in diesem Buch fand ich für sich genommen völlig in Ordnung, aber sie erreichten irgendwann so eine Masse, dass es mir etwas viel wurde. Ich bin aber auch kein Freund von Soaps oder ähnlichem. Vielleicht liegt es daran.
Also wer es romantisch mag und kein Problem mit Dramatikanhäufungen und amerikanischem „Du-kannst-alles-schaffen-wenn-du-es-nur-wirklich-willst“ hat, für den ist das Buch durchaus empfehlenswert. Es ist spannend und hat meiner Ansicht nach keine größeren Längen. Die Protagonistin empfand ich in ihrer Unsicherheit manchmal als nervig, aber das lag glaube ich allein daran, dass ich mich in ihr wieder erkannte. Und wer mag es schon, einen Spiegel vorgehalten zu kriegen?
Dienstag, 22. Juli 2014
Neues Kochbuch: Family kitchen cookbook von Caroline Bretherton
Hier ein paar Eindrücke:
Dienstag, 3. Juni 2014
Der böse Ort von Ben Aaronovitch
Dies ist der vierte Teil der Reihe über den Zauberer Peter Grant, der bei der Londoner Polizei arbeitet und die Fälle bearbeitet, die etwas ... anders sind. Ich muss sagen, dass ich diesen Band am schwächsten von allen fand. Er lässt am Ende vieles offen und plätscherte ein wenig dahin. Es gab zwar auch einige schnellere Szenen und interessante Wendungen, aber insgesamt wirkte die Handlung etwas behäbig. Mir hat es trotzdem gefallen, aber die anderen waren definitiv besser. Sehr interessant war auch hier wieder, dass man einiges über London und seine Umgebung lernt, wobei am Ende auch erklärt wird, welche Schauplätze und Fakten in der Geschichte erfunden waren und was sich im Fall von Gebäuden dort in der Realität befindet. Ich glaube, ich bin einfach von den letzten Büchern eine sprunghaftere Handlung und mehr Chaos gewöhnt (was von vielen an den letzten Büchern kritisiert wird). Diese Geschichte war gradliniger und der Protagonist machte weniger jugendlichen Unfug. Eigentlich ja positive Entwicklungen, aber es ist ungewohnt. So oder so kann ich das Buch aber durchaus empfehlen. Ich würde die Bücher aber in jedem Fall der Reihe nach lesen, da nicht in jedem Band erklärt wird, was es womit auf sich hat. Außerdem gibt es mittlerweile auch einige Dinge, die sich durch ein oder mehrere Bände ziehen. Bei diesem ist mir das besonders stark aufgefallen und ich hatte selbst Probleme, die genannten Personen aus den vorigen Büchern zuzuordnen. Kann mir einfach keine Namen merken.
Samstag, 12. Oktober 2013
Das Fahrrad und die Wand: zwei Buchvorstellungen
Dieses Buch ist mir in einem Laden in Garmisch über den Weg gelaufen. Da ich sehr gerne Rad fahre, konnte ich mich mit dem Titel durchaus identifizieren, auch wenn mich zum Glück noch nie eine Autotür erwischt hat. Koeniger (der übirgens Kabarettist ist) beschreibt damit sein Leben in 12 Fahrrädern. Gerade zu Beginn des Buches musste ich sehr viel lachen, was mit der Zeit aber weniger wurde. Das empfand ich jedoch nicht als negativ. Seine Erlebnisse sind sehr interessant, teilweise skurril und oft ziemlich lustig. Einen gewissen Faible sollte man dem Fahrrad gegenüber haben, sonst ist es sicher schwerer, sich in das Buch hinein zu denken. Da ich zwar Fahrrad fahre, mich aber wenig mit Marken und Technik beschäftigt habe, verstehe ich das Ein oder Andere in seinen Erzählungen nicht. Ist aber nicht weiter schlimm. Ein sehr kurzweiliges Buch.
Und wo ich schon gerade dabei bin, möchte ich noch ein weiteres seiner Werke vorstellen, das zeitlich vor diesem hier liegt. Ich habe es erst zu 2/3 durch, aber ich denke, dass ich mir schon ein Urteil erlauben darf.
Neben seiner Leidenschaft fürs Rad fahren, liebt er das Klettern. Auch wieder ein Thema, das mir liegt, obwohl ich persönlich mehr zum Fahrrad tendiere. Er beginnt bei seinen ersten Kletterversuchen und beschreibt im Weiteren zahlreiche interessante und lustige Erlebnisse rund um die Wand. Von seiner ersten Alpenvereinssitzung, einer Kletter-Aktion als Atomgegner und von verschiedenen Kletterausflügen. Zwischendurch gibt es immer wieder kleine Top-10-Listen (z.B. Worte, die man nicht von seinem Sicherungspartner hören will, wenn man gerade in der Wand ist), Tipps (z.B. wie kriege ich in einem Matrazenlager auf der Hütte trotzdem Schlaf?), Eigenarten des Kletterns (z.B. "Der gemeine Knoten" oder "Kletterertypologie") und man erfährt dazu noch einiges über Klettergebiete und Kletterarten (z.B. Eisklettern). Ich könnte mir vorstellen, dass auch erfahrenere Kletterer ihren Spaß haben. Sie lernen zwar nicht viel Neues dazu, werden aber sicher an der ein oder anderen Stelle wissend nicken. Einen Kritikpunkt hätte ich jedoch, was die Lektüre manchmal etwas anstrengend machte. Er schmeißt teilweise so wild mit Wortspielen und ähnlichem um sich, dass es hin und wieder zu viel wird. Generell ist dieses Buch deutlich übertriebener als sein Zweites. Das hindert mich nicht am weiter lesen, lässt mich aber manchmal doch die Augen verdrehen. Trotzdem würde ich das Buch empfehlen, da es kurzweilig bleibt und immer wieder für etliche Lacher gut ist.
Donnerstag, 15. September 2011
Das Tuschezeichen von Amy Tan
Dienstag, 16. August 2011
Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown von Anne Helene Bubenzer
Samstag, 18. Juni 2011
Tausend kleine Schritte

Tausend kleine Schritte von Toni Jordan
Grace zählt. Schritte, Mohnkörner, Bissen, Tische, Hähnchenkeulen, Stunden und Zahnbürstenborsten. Und eigentlich ist sie damit recht zufrieden. Bis Samuel, der (Halb)Ire, auftaucht, und ihren Tagesablauf völlig auf den Kopf stellt. Er hält sich nicht an die Tageszeiten. Er tut was ihm gefällt und wann es ihm gefällt. Das Buch beschreibt die Tausend kleinen Schritte, die jeder machen muss, um den anderen zu treffen. Es hat mich sehr beeindruckt aber auch erschreckt. Beeindruckend fand ich die Stärke der beiden Charaktere, erschreckend die Tatsache, wie nah ich mich Grace fühlte und wie sehr ich ihre Gedanken nachvollziehen konnte. Einiges in diesem Buch musste ich erst akzeptieren lernen, weil es nicht in mein Weltbild, mein Meinungsbild passt. Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke, finde ich es gut so und im Grunde besser und natürlicher als alles, was ich mir Gewünscht hatte. Ich werde mir ein Beispiel daran nehmen.
Mittwoch, 7. Juli 2010
Gut gegen Nordwind
Freitag, 2. Juli 2010
How to be good
Ich habe es endlich durch. Auch wenn ich während des Lesens gejammert habe, wie krank das Buch doch sei und wie unsympathisch die Charaktere, kann ich jetzt im Nachhinein nicht wirklich sagen, ob ich es gut oder schlecht fand. Ich kann noch nicht einmal sagen, worum es wirklich geht. Naja, ein wenig schon. Es geht um den Titel: How to be good. Was bedeutet es, ein guter Mensch zu sein? Was sind die Grenzen der Nächstenliebe? Der Aufopferung für andere? Es geht um eine durchschnittliche Familie in London. Vater, Mutter und zwei Kinder. Und diese werden mit der Frage konfrontiert, was einen guten Menschen ausmacht. Die Art und Weise, wie diese Frage auf sie zu kommt, ist etwas schräg. Das gebe ich zu. Aber es macht einen schon sehr nachdenklich. Wenn ich ein Zimmer in meinem Haus völlig unbenutzt lasse, während Menschen auf der Straße erfrieren, muss ich mich dafür schämen? Sollte ich einen Wildfremden in mein Haus einladen? Habe ich die Verpflichtung zu helfen, wenn ich die Möglichkeit habe? Sollte ich Teile meines materiellen Besitzes an Bedürftige abgeben, die weniger oder gar nichts haben? Auch Dinge, die ich selber noch behalten will, die ich aber mehrfach habe (Computer, Schuhe, Kleidung)? Auch wenn ich die Protagonistin schrecklich fand, so konnte ich doch ihr Dilemma verstehen. Sie ist Ärztin und meint eigentlich von sich, ein guter Mensch zu sein. Doch dann mutiert ihr Mann zum absoluten Wohltäter. Er vermittelt die freien Zimmer der Nachbarschaft an Obdachlose. Er ist verständnisvoll. Er regt sich nicht mehr auf. Er gibt einem Bettler 80 Pfund. Er wird zu einem naiven aber doch irgendwie bewundernswerten Weltverbesserer. Und man versteht ihre Argumente. Man versteht ihren Ärger über seine Aktionen und die völlige Hilflosigkeit. Denn im Grunde ist das was er tut sehr vorbildlich. Aber alles sträubte sich in mir. Und ich fragte mich, ob ich wirklich so gut sein will. Ob ich bereit wäre, für andere so viele Unannehmlichkeiten auf mich zu nehmen. Und die Protagonistin fragt sich das auch. Sie fühlt sich nehmen ihm wie der letzte Egoist und ich konnte nicht sagen, ob sie das wirklich ist. Sie versucht gehen ihn zu argumentieren, doch sie findet keine Argumente, weil er im Grunde nur Gutes tut. Aber ich spürte den Drang auch. Ich hätte ihn gerne gepackt und geschüttelt, doch ich weiß nicht genau warum. Es ist ein haarsträubendes Buch, wenn man länger darüber nachdenkt. Und mich hat es viel zum nachdenken gebracht. Man weiß nicht mehr, was eigentlich gut und richtig ist und was übertrieben. Von daher würde ich das Buch durchaus weiter empfehlen, wenn man sich mal näher mit solchen Dingen auseinander setzen will. Es ist sehr schräg, aber sehr interessant.
Wer das Buch gerne haben möchte, kann sich bei mir melden. Ist eine Taschenbuchausgabe mit einem Mängelexemplar-Stempel am unteren Buchschnitt. Aber ansonsten ist es gut in Schuss. Kostenlos abzugeben. Ich würde es sonst zu Oxfam bringen. :ugly:
Donnerstag, 25. März 2010
Leseflaute
Samstag, 27. Februar 2010
Haarige Dinge
Freitag, 16. Oktober 2009
Bistro Büro
Montag, 14. September 2009
Lizenz zum Essen - Gunter Frank
Montag, 5. Januar 2009
Tan, Amy: Töchter des Himmels
Dies ist ein ganz wundervolles Buch, das ich jedem wärmstens empfehlen möchte. Zwar hatte ich zeitweise Probleme, alle Personen richtig zuzuordnen, aber ich will zu meiner Verteidigung sagen, daß ich es als Einschlaflektüre gelesen habe. Da bin ich nicht mehr ganz so aufnahmefähig.
Die Rahmenhandlung spielt in San Francisco und handelt von einer Gruppe Chinesinnen. Im Laufe des Buches werden ihre Lebensgeschichten erzählt, jedoch nicht kontinuierlich, sondern immer wieder im Wechsel, was es mir teilweise etwas schwer gemacht hat. Namen *fuchtel*. Trotzdem war die Geschichte sehr spannend, was wohl auch daran lag, daß es viele Parallelen zu Amy Tans Familie gibt. Man bekommt interessante Einblicke in die Chinesische Lebensart, die mir oftmals sehr fremd, aber dann auch wieder sehr bekannt vorkam.
Freitag, 21. November 2008
Es weihnachtet sehr
Irgendwie hat mich dieses Jahr das Weihnachtsfieber ziemlich früh gepackt, wogegen es letztes Jahr doch sehr auf sich warten ließ. Ich will am Liebsten jetzt schon anfangen Kekse und Lebkuchen zu backen, meine Wohnung zu schmücken, bei Tee und Kerzenschein Weihnachtslieder zu hören, Weihnachtslieder zu singen (Äh, Moment. Das mache ich schon. Habe meine Gesangslehrerin bereits angesteckt ), Menschen zu beschenken und im Weihnachtsgeheimnis zu lesen. Letzteres lese ich jedes Jahr aufs neue und kann es nur jedem wärmstens empfehlen:
Ich mag einfach die Stimmung dieser Zeit, auch wenn ich mich arg werde bemühen müssen, um nicht den Dezember durch zu rennen. Weil, was hat man von Ruhe und Besinnlichkeit, wenn man wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegen läuft? Meine Lieblingsbeschäftigung übrigens. Booaaak… lassen wir das.