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Donnerstag, 6. Oktober 2011

Verlängertes Wochenende

Hier ein paar Impressionen des verlängerten Wochenendes von Freitag bis Mittwoch. Was ham wa für geniales Wetter gehabt!

Na, wer weiß, wo wir waren?













Montag, 8. August 2011

back again

Naja, so halb zumindest. Eine Woche Schottland und eine knappe Woche London liegen hinter uns. Das Wetter war bis auf Ausnahmen sehr karibisch, so dass wir die Erzählungen über den ständigen Regen dort für einen Mythos hielten, der nur erfunden wurde, um große Touristenmassen fern zu halten. Die Wanderungen waren schön, grün, anstrengend und manchmal abenteuerlich, aber immer spaßig. Die Tatsache, dass unser Cottage mitten im Nirgendwo lag, war vielleicht für die Einkäufe etwas umständlich, aber ich habe diese Abgeschiedenheit auch sehr genossen. Vielleicht etwas zu sehr, denn die Tage in London erschienen mir dagegen extrem anstrengend. Aber auch dort findet man ruhige Ecken. Man muss es sich einfach nur bei den Londonern abgucken, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit eine Rast in einem der unzähligen Parks einlegen. Egal ob Anzugträger, Shoppinggestresster oder einfacher Spaziergänger, alle finden sie irgendwann den Weg aufs Grün und dösen einträchtig nebeneinander in der Sonne. Einfach herrlich. Schade war nur, dass wir beide jeweils ca. 2-3 Tage krank waren und somit teilweise das Hotel gehütet haben. Doof, aber wir haben das Beste daraus gemacht.


Ich bin froh, wieder zu Hause zu sein, auch wenn ein Teil von mir (ein ziemlich großer, so wie es sich anfühlt) noch nicht hier ist. Er steckt wohl noch irgendwo zwischen den Ländern fest. Keine angenehme Sache und extrem nervig, wenn ich bedenke, was ich die Woche noch alles bis zum Wochenende schaffen wollte. Aber mein Körper/Kopf ist da unerbittlich. Wenn er sich nicht wohl fühlt, dann zeigt er mir das sehr unmissverständlich, weshalb ich heute auch nur ca. eine Stunde im Büro weilte, um dann wieder nach Hause zu schlurfen und mich 4 Stunden ins Bett zu hauen. Hoffentlich geht es morgen besser. Das ist ein Grund, warum ich meist nur eine Woche Urlaub mache. Entspannen kann ich mich auch in der kürzeren Zeit, aber die Eingewöhnungsphase ist nicht ganz so extrem.

Donnerstag, 26. August 2010

Ich will wieder Berge sehen, Gandalf. Berge!

So, melde mich verspätet zurück aus dem wunderschönen Vorarlberg, wo wir mit ein paar Durchgeknallten gewandert, gegessen, gepoit, geschwitzt und gelacht haben. Alca (ein Einheimischer) lud zum gemeinsamen Wandern ein und wer kann da nein sagen? Am Donnerstag nach 7 Stunden Zugfahrt wurden wir in Oberstaufen am Bahnhof aufgegabelt und in die Schweiz zum Lebensmittel-Shoppen gekarrt. Heieiei, man gut, dass ich nicht nah an der Grenze wohne. Das würde mich arm machen. Und dick. Die Schweizer wissen zu essen ... die Österreicher aber ebenso. Danach ging es nach Bregenz, wo wir dann lecker Abendbrot aßen. Besonders der Nachtisch, oder besser die Nachtische sollten erwähnt werden. Nougatknödel ... oder so ähnlich. Also zumindest Knödel mit Nougat gefüllt. Mjam. Und danach bei Fui (einer weiteren Einheimischen) Death-by-Chocolate-Kuchen. Ein großes Stück fing bei 2 cm Durchmesser an, denn wer mehr davon schaffte, durfte sich offiziell verfressen nennen. Dann ging es zurück in dieses wunderbare, schnuckelige, große (vorarlbergische?)Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, wo wir nächtigten. Hach. Der Boden knarzte, die Decken waren niedrig, es ging ein Krokodil an der Wand und es hatte Fensterläden.

Der Freitag ging recht spät los und wir fuhren in Richtung des ersten Berges. Er fing steil an und führte zunächst über einige Kuhweiden. Ich musste mich erst einlaufen und röchelte noch vor mich hin.



Oben angekommen (ich hatte die Gesichtsfarbe eines gesunden Streichholzkopfes) ging es auf dem Grad weiter. Eine herrliche Kletterei. Genau das Richtige für Unsereiner, auch wenn ich zunächst etwas Bammel hatte.




Leider hatte es viel geregnet und als der Grad von Felsen in Erde überging und der Abstieg begann, war es eine Schlammrutsche erster Güte. Ich krabbelte teilweise auf alle Vieren weiter und schleppte gefühlte 5 Kilo Dreck an jedem Schuh mit. Als wir wieder asphaltierte Straßen erreichten, ging es weiter zu einer Hütte, in der Käseknöpfle in Aussicht standen (ich brauchte mehrere Anläufe, um mir den Namen des Gerichts zu merken und nicht blasphemisch Käsespätzle zu sagen). Meine Füße schmerzten und meine Knie hatten sich in Pudding verwandelt, aber Essen ist ein guter Motivator. Besonders da es schon Nachmittag war und das Frühstück lange zurück lag (Eigentlich sollte die ganze Geschichte ja auch nur 2-3 Stunden dauern, nicht wahr?). Das Essen war köstlich. Ich habe etwa 1/3 der Portion geschafft. Vorher gab es noch einen göttlichen Kartoffelsalat. Der Wirt, welcher über Umwege mit Alca verwandt war, setzte sich kurz zu uns und schien uns mit einer Mischung zwischen Skepsis und Belustigung wie eine Horde exotischer Tiere im Zoo zu begutachten. Auf dem Weg zum Auto türmten sich die Gewitterwolken auf. Nirgends habe ich bisher so geniale und beeindruckende Wolkenberge gesehen, wie in den Alpen. Hach. Wir warteten abends noch auf einige Ankommer und hatten unterdessen viel Spaß mit einem Buch über Namenstage und die entsprechenden Heiligen. Ich sach nur "die heilige Katharina ging auf Wahlfang".

Am Samstag hatte ich überraschenderweise keinen Muskelkater. Dieses Mal fuhren wir mit der Seilbahn auf halbe Höhe. Zum Glück. Der Aufstieg wurde zunächst von mit Kuhmist durchzogenen Schlamm erschwert und dann durch einen steilen Aufstieg in praller Sonne.


Auf dem Grad fiel der Großteil der Gruppe tot ins Gras, währen 3 Motivierte bis zum Gipfel weiter wollten. Einer kehrte nach 1/3 um, was ich ihm nicht verdenken konnte. Die anderen beiden rannten fröhlich ein Mal rauf und wieder runter (der Organisator und mein Freund. Beeindruckend.). Der Abstieg war anstrengend aber nicht annähernd so schlimm, wie ich es mir vorgestellt hatte. Irgendwie war ich aber fertiger als am Tag zuvor. Die Sonne schafft einen schon ganz schön.



Abends aßen wir in einer Wirtschaft in der Nähe. Das Essen war genial. Schade, dass wir uns da nie wieder sehen lassen können. Erschöpfung und Schlafmangel bewirkten ein Übermaß an Peinlichkeit. Entzückend! Danach klang der Tag bei Weißwein und Leuchtpoi-Spielen aus.






Ich fiel tot ins Bett, schlief aber eher bescheiden, was meine Laune am Abreisetag nicht gerade steigerte. Die Rückfahrt kam mir doppelt so lang und doppelt so ätzend vor, wie die Hinfahrt. Die Aussicht auf Flachland, Stadt und Arbeitswoche gab mir dann den Rest und ich hing schlecht gelaunt im Sitz.

Schräg neben uns saß übrigens Ross von Van Canto. Naja, der muss halt auch irgendwie nach Hause kommen.

Insgesamt ein geniales, wiederholungswürdiges Wochenende!

Mittwoch, 26. Mai 2010

Belgien

Soo, dann schaffe ich es ja doch noch recht zeitnah. Ich gebe hier mal das Wichtigste in völlig ungeordneter Weise wieder. Gut. Also, wir haben uns ja für eine Woche zu zweit einen lauschigen, kleinen Bungalow in Bredene (das liegt zwischen Oostende und De Haan an der belgischen Küste) gemietet. Das Wetter spielte gut mit, auch wenn der Wind noch recht kühl war und wir uns eigentlich jeden Tag für die falschen Klamotten entschieden hatten. Einziger Nachteil des Bungalows war, dass er keinerlei Wärme speicherte und ich von der Ankunft bis zur Abfahrt gefroren habe. Was haben wir da so gemacht? Hm, gegessen, geschlafen, geschlemmt, Städte angeschaut, gefuttert, Spaziergänge gemacht, geschmaust … Meine Herren, die Belgier wissen, was gut ist. *börps* Zwei Tage ging es mit gemieteten Fahrrädern die Küste entlang nach Oostende und ein wenig ins Inland. Sehr schön, sehr malerisch. Nun, Oostende weniger, denn die Stadt war eine einzige Baustelle. Ätzend. Einen Tag stand Brügge auf dem Plan. Ich werde nie wieder eine andere Stadt schön nennen können. Traumhaft. Zumindest wenn man die Touris (uns ausgenommen) wegvisualisiert. Dort ist jede Straße schön. Man kann einfach drauf los laufen. Und in jeder Straße stehen dicht gedrängt Chocolaterien. Furchtbar. Aber Schokolade ist ja gesund. Sehr beeindruckt hat mich der Beginenhof. Wir haben in Gent einen weiteren gesehen, der fast genauso aussah. Eine belgische Waffel mit Sahne und Schokosoße musste natürlich auch sein. Nomnom. Dann stellte sich die Frage: Vernunft oder Unvernunft. Romantik oder Pragmatismus? Wir entschieden uns für romantische Unvernunft und machten eine Kutschfahrt für 36 €!!! Es war traumhaft. Es war großartig. Es war viel zu schnell zu Ende. Die zweite Stadt, Gent, war ebenfalls sehr beeindruckend. Aber auch dort trafen wir auf - na? - eine Baustelle. Ist ja nett, dass sie alles wieder ordentlich herrichten wollen, aber muss das gerade sein, wenn wird dort Urlaub machen? Gent war ebenfalls sehr schön. Wir besichtigten die Burg Gravensteen. An vielen Stellen dachten wir uns aber, dass das so in Deutschland nicht gehen würde. Wahrscheinlich wären dann sämtliche Aufgänge gesperrt oder zumindest mit einem Geländer versehen, weil ja irgendjemand nicht vom Vorhandensein der Schwerkraft wissen könnte. So konnten wir aber munter auf allen Mauern herum laufen. Einen Tag konnte man gut damit verbringen, mit der Kustram, also der Küstenstraßenbahn, die, nunja, Küste abzufahren. Nicht teuer und man sieht was von der Gegend. Eine sehr ungeplante Ortsbesichtigung war Blankenberge. Dort gönnten wir uns zunächst sehr geniales australisches Eis (ja, wir sind international). Danach fanden wir in der Touriinfo den Hinweis, dass es beim Sea Life Center einen Adventuregolfplatz geben soll. Jau, da war einer. Rund um das Sea Life. Für viel zu treures Geld warfen wir uns ins Abenteuer. Leider waren die meisten Bahnen nur durch ein kleines Zäunchen vom eigentlichen Park getrennt, in welchem zu der Zeit Unmengen an Schülergruppen herum liefen. Darunter auch viele etwa 10jährige Franzosen, die jolend und grölend am Zaun standen und unser Spiel mit Kommentaren und netten Ausrufen ("Uhhhh!" und "Jeah!") untermalten. Ich gehe nie wieder in den Zoo.

Da wir ja am Meer waren, bot es sich natürlich an, zum Strand zu gehen. Es war windig ohne Ende und ich habe noch mehr gefroren, als sonst. Aber wir konnten ja die Drachen nicht ganz umsonst mitgenommen haben. Leider gestaltete sich die Sache etwas schwerer, als erwartet, da der Wind wirklich stark und die Drachenauswahl durch Defekte und Komplikationen etwas dezimiert war. Schade. Aber immer hin habe ich im Garten oft die Gelegenheit genutzt, um mir meine neu erworbenen Pois vor die Schienbeine zu kloppen. Ich übe noch. Abends gab es kulinarische Besonderheiten aus dem Supermarkt. Die Meisten waren sehr lecker. Und vor allem konnte man so die am Tag konsumierten Süßigkeiten ausgleichen. Es scheint in der Gegend keine simplen Bäcker zu geben, sondern nur Feinbackwaren. Neben Brot führen diese sehr schöne, kleine Törtchen für um die 2 € das Stück. Unglaublich niedlich und extrem lecker. - Man hat schon ein wenig den Eindruck, wir hätten nur gegessen, oder?

Einziges, gelegentliches Manko: belgische Autofahrer und belgische Autobahnen. Wie Tim so schön sagte: Es hat einen Grund, warum die Autobahnen dort nachts beleuchtet sind. Man muss schließlich den Schlaglöchern ausweichen, in denen man sein Auto versenken könnte. Die Belgier haben den Fahrstil des kreativen Wahnsinns. Sie fahren, als hätten sie nie eine Fahrschule besucht. Alle Verkehrsregeln sind just guidelines, aber sie achten sehr darauf, was um sie herum passiert.

Ach, ja! Am letzten Tag haben wir uns noch für eine Stunde ein Tandem gemietet. Ich bin ja fast gestorben vor Angst! Der kurze Versuch, vorne zu sitzen, scheiterte nach 2 Metern, weil ich das Teil nicht gelenkt kriegte. Aber hinten sitzen erfordert ein unglaubliches Maß an Vertrauen. Nach einer halben Stunde hatte ich dieses dann einigermaßen aufgebaut und saß nur noch halb verkrampft auf dem hinteren Platz. Das müssen wir aber noch mal üben.

Ja, soviel dazu.

Noch ein paar Fotos? Mal ehrlich. Schaut euch im Internet um, wenn ihr Gebäude, Kirchen und sowas sehen wollt. Wir haben viele Fotos und sie sind schön, aber ich mag sie jetzt nicht alle hochladen. Ok, eine kleine Auswahl von denen, die mir gut gefallen und die ihr nicht unbedingt im Reiseführer findet:


 Klingonisches Huhn. Das andere sah noch besser aus, aber davon haben wir kein passendes Foto.



Der Tim im Amitourioutfit. Egal, der Hut ist toll!

Mich gibt es auch mit Hut auf der selben Brücke.



 Und wo wir gerade beim Ego-Shooting sind: Das Bild von mir mag ich auch gerne, zumindest wenn man den Sonnenbrand auf der Nase ignoriert.


Ich mag die Belgier, denn sie bremsen auch für Enten.


Und hier doch noch ein Kirchenfoto, weil ich die Kirche so schön fand. Das war in ... äh ... Brügge glaube ich.


Und hier noch ein kleines Video unseres Bungalows.