Ich bin eigentlich gar nicht so tollpatschig, aber in der Küche neigen meine Hände dazu, sich an ungesunden Orten aufzuhalten. So auch heute Morgen, als mein Finger beim Herausfrimmeln einer Brotscheibe aus der Brotmaschine innige Bekanntschaft mit dem Schneidemesser machte. Ich kann bestätigen, dass das Teil auch nach mehreren Jahren täglichen Einsatzes noch verdammt scharf ist. Habe geblutet wie ... enthalten wir uns an dieser Stelle einfach jeglicher Vergleiche. Es war zumindest äußerst unangenehm. Klettern heute ist wohl nix mit. Zum Schwimmen gibt es dann ein wasserdichtes Pflaster. Die Fingerpflaster von Hansaplast sind übrigens Gold wert [/schleichwerbung]
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Montag, 21. Januar 2013
Freitag, 21. September 2012
Ein Übermaß an Service
Ich weiß aufmerksame, freundliche Mitarbeiter in Geschäften ja durchaus zu schätzen, aber wenn Beratungsfreudigkeit in Penetranz umschlägt, wünsche ich mir die ignorante Sorte zurück. Ich betrete ein Filiale einer speziellen Ladenkette um mir eine Strumpfhose zu kaufen. Über die Farbe bin ich noch völlig unentschlossen und schaue mir die Auslage an. Eine junge Frau kommt auf mich zu und fragt freundlich, ob sie helfen kann. Ich erwidere ebenso freundlich, dass ich mich nur umschaue. Sie nickt und geht. Ich bleibe vor einem Ständer mit bunten Strumpfhosen stehen und eine weitere Verkäuferin kommt und klärt mich darüber auf, dass ich von diesem Ständer 5 zum Preis von 4 kaufen kann. Mein Blick wandert zu dem Schild direkt vor mir das lautstark verkündet "5 zum Preis von 4". Ich muss mir ein ironisches "Ach wirklich?! Was sie nich sagen!" verkneifen, nicke nur mit einem leicht übertriebenen Lächeln und gehe zu den weinroten Strumpfhosen. Dort überlege ich, zu welchem meiner Röcke sie passen könnten, denn die Farbe mag ich sehr. Da erscheint die junge Dame vom Anfang und fragt, ob sie mir eine auspacken soll. Ich verneine. Das sei nicht nötig. Weiter zu den grauen Strumpfhosen. Eine schwarz gepunktete gefällt mir besonders gut und ich fasse sie kurz an (großer Fehler) und überlege ebenfalls, wozu sie passen könnte. Da erscheint die Dame wieder. "Soll ich Ihnen die Strumpfhose auspacken?" Ich verneine erneut, nun schon etwas genervt, und füge hinzu, dass ich mich nur in Bezug auf die Farbe nicht entscheiden könne und mir das Auspacken bei dieser Frage nicht weiterhelfen würde. Leider beeindruckte sie das wenig und sie machte die Banderole ab (nein, die Strumpfhosen waren nicht komplett eingepackt, sondern nur mit einem Pappstreifen zusammengehalten, was das Ganze noch unsinniger machte). Ich fasste die Strumpfhose resigniert an, bedankte mich und flüchtete aus dem Geschäft. Ich wollte ja wirklich etwas kaufen, aber wenn mir nicht mal die Zeit gegeben wird, mich in Ruhe umzuschauen und zu entscheiden (ich bin leider nicht so wahnsinnig entscheidungsfreudig), dann haben sie halt einen Kunden weniger. Wie gut, dass in den meisten Fällen doch noch das bekannte "Danke, ich schaue mich nur um" reicht. Aber bei dieser Kette scheinen die Mitarbeiter auf Penetranz geschult worden zu sein, denn das ist nicht das erste Mal, dass ich irgendwann entnervt aufgegeben habe.
Montag, 2. Juli 2012
Gegrummel
Montag. Warum müssen Montage immer alle Klischees erfüllen? Gut, dieser Montag hatte es wirklich sehr schwer. Er war mein erster Arbeitstag nach einer Woche Urlaub. Da kann ein Tag nur verlieren. Eine Woche lang wahlweise am oder im Pool hängen, alle 15 Minuten gelegentlich in die Küche schlurfen, um sich etwas zu Essen zu holen, sich mit unglaublich tollen Menschen unterhalten, filzen, sich mit Nerf Guns beschießen, essen, Gewitter gucken, Munchkin spielen, Geocachen, essen, Feuer gucken, Marshmallows rösten, schlafen und immer mal wieder was essen. Ja, und dann kam der Montag. War kalt auf dem Fahrrad. Die Autofahrer und Fußgänger waren so ignorant wie immer. Fahrradfahrer sind hier so willkommen wie Bremsenstiche, so häufig wie ein gutes Essen in der Kantine und so gefährdet wie man beim Jubeln in der falschen Fankurve. Wie gern gesehen hier Radfahrer sind, zeigt sich schon durch die Beschaffenheit der Gullydeckel. Also die mit den Rillen am Fahrbahnrand. Die Schlitze gehen mit der Fahrtrichtung. Yay? Aber ich schweife ab. Post-Pampa-Blues. Hatte den ganzen Tag Kopfschmerzen und wäre fast am Rechner eingepennt. Zum Mittag wollte ich mir dann was Gutes tun und kaufte mir eine Schale sauteure Himbeeren und griechischen Joghurt. Der Joghurt war lecker, aber die Himbeeren haben widerlich geschmeckt. Sowas hatte ich noch nie. Wässriger Himbeergeschmack mit einem fiesen, bitteren Nachgeschmack. Mir war den ganzen Nachmittag schlecht von dem Zeug. Als ich mit dem Rad nach Hause fahren wollte, fing es in dem Moment an zu regnen. Ich fuhr erst mal zur Post, weil ich einen gelben Zettel im Kasten hatte. Leider konnten sie mein Paket nicht mehr wieder finden. Schade eigentlich. Und für das Paket, was einen Tag vorher beim Nachbarn abgegeben wurde, hat der Postmensch keinen Zettel eingeworfen. Das habe ich nur über die Lieferverfolgung von Amazon erfahren. Gnäh! Tag doof. Gehe jetzt ins Bett!
Mittwoch, 29. Februar 2012
Ersatzjammerei
Da das Forum tot ist und da ich allein zu Hause hocke, werde ich einfach hier ein wenig jammern. Gestern war ich beim Zahnarzt. Das allein finde ich schon sehr jammerwürdig. Es war kein Routinecheck und keine Kariesbehandlung (normalerweise nicht erstrebenswert, hätte ich aber ersatzweise gerne genommen). Nein, ich besitze da zwei Weisheitszähne, die doch langsam mal raus sollten (Ja, ich besitze sie immer noch. Sie liegen in einem kleinen Tütchen irgendwo in meiner Tasche.). Ich habe zwar großes Vertrauen in meinen Zahnarzt, aber Zähne ziehen ist nicht gerade meine Lieblingsbeschäftigung. Darum habe ich mir Tim zum Händchenhalten mitgenommen und war einigermaßen zittrig. Man gut, dass ich nicht wusste, was auf mich zu kommt. Der Arzt beruhigte mich und auch die Ärztin (seine Frau) und ein paar Schwestern redeten auf mich ein. Spritzen wurden gesetzt. Das kann er wirklich gut. Merkt man fast gar nicht. Spritzen sind aber auch nicht mein Problem. Da würden mir 10 am Tag nix ausmachen. Dann stellte ich fest, dass es verdammt ekelhaft ist, wenn der obere Rachen betäubt ist und man sein eigenes Zäpfchen auf der unteren Hälfte des Rachen spürt. Ja, und dann fing er an. Links. Der Zahn hatte schon Karies und so brach ihm die Krone ab. Was dann folgte waren gefühlte 2 Stunden (in Wahrheit war es glaube ich eine halbe Stunde oder so) Rumgeprokel, Gezerre und Geziehe. Der Zahn weigerte sich standhaft meinen Mund zu verlassen. Kann ich ja verstehen. Irgendwie. Irgendwann holte er seine Frau dazu. Sie prokelte auch noch ein bisschen und dann meinte sie, dass sie mich lieber zu Frau Dr. G. schicken sollten. Kieferchirurgien. Yay! Mir war eh alles egal, ich hing apatisch und zitternd auf dem Stuhl mit einem Gefühl im Mund, als hätte er versucht, mir eine Kieferhälfte heraus zu brechen. Gleichgültig schlurfte ich mit einem Kärtchen auf dem sich die Wegbeschreibung befand hinter Tim her, jammerte ein wenig, weil die Betäubung nachließ und versuchte Flauscheschafe zu visualisieren. Zum Glück war die Praxis der Dame nur etwa 10 Gehminuten entfernt und zum Glück hatte dort gerade jemand abgesagt, der 3 Zähne gezogen kriegen sollte. Ich kam also nach 5 Minuten dran. Frau Dr. G. ist eine vom alten Schlag. Rundlich, mütterlich, herzlich. Sie guckte ein wenig. Betäubte noch einmal und holte beide Zähne in einem Affenzahn (sorry) aus mir heraus. Sie waren gigantisch lang und hatten hakenartige Wurzeln. Da lag das Problem. Ich hätte ihr am Liebsten die Füße geküsst. Mit viel Watte im Mund torkelte ich nach Hause. Es war gegen 11 und ich hatte bisher nicht nennenswert gegessen oder getrunken. Wie ich es vermutet hatte, merkte ich von den 600mg Ibuprophen-Tabletten herzlich wenig. Meine Zahnärztin rief nachmittags dann noch mal an und fragte wie es mir geht. Sie meinte, dass es normal wäre, dass ich trotz der Tabletten Schmerzen hätte. Super! Die Schmerzen plagten mich letzte Nacht gar sehr. Um 2 hielt ich es gar nicht mehr aus und spielte die Directors Cut Version von Baphomets Fluch auf dem iPad (Kann ich nur empfehlen. Sehr viele neue Szenen). Nun hocke ich den zweiten Tag zu Hause, gehe vor Schmerzen fast die Wände hoch, esse Hippgläschen, gematschte Banane, Joghurt und Kartoffelbrei und hoffe sehr, dass ich morgen wieder fit bin. Ich hätte da noch ein paar unwesentliche Dinge zu erledigen, bis ich in 2 1/2 Wochen meinen Arbeitsplatz verlasse. Aber kann man denn ahnen, dass das so übel wird? Letztes Mal war ich einen Tag krank und danach ging es wieder. Also kleiner Tipp, wenn ihr Weisheitszähne gezogen kriegen sollt, geht gleich zum Kieferchirurgen, egal wie toll euer normaler Zahnarzt ist. Die können das einfach besser.
Dienstag, 15. November 2011
Erstens kommt es anders ...
Eigentlich sollte man ja aus seiner Vergangenheit lernen, aber es gibt Bereiche, in denen ich absolut resistent gegen jede Art von Lerneffekt bin. Ein Bereich ist die Bedeutung einzelner Daten. Damit meine ich den Glauben daran, dass durch einzelne Ereignisse alles besser, schöner, toller wird. "Wenn Tag xy geschafft ist, wird alles rosa!" "Wenn ich das hinter mir habe, ist alles wieder gut!" Klingt nicht nur naiv, ist auch naiv. Den letzten Tag meiner Ausbildung habe ich herbeigesehnt. Ich redete mir ein, dass dann alles wieder normal sein wird. War natürlich nix. Aber zumindest wollte ich daraus lernen, dass ich mich nicht mehr so an einzelnen Ereignissen festklammern will. Nur leider kommt da mein schlechtes Langzeitgedächtnis zum Einsatz. Gestern war ein besonderer Tag (mehr dazu später, wenn ich besser drauf bin), aber er fühlt sich jetzt im Nachhinein dermaßen bescheiden an, dass ich ihn gerne geskippt hätte. Vielleicht kommt der große Jubel noch, aber irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen. Ich denke, dass alles eher in gedämpftem Licht ablaufen wird. Ohne Flutscheinwerfer und jubelnde Menge und eher mit vielen wehleidigen Blicken zurück. Ich denke, dass ist normal. Meine Fantasie hält sich leider nicht an das Drehbuch und ist dann überrascht, wenn die Hauptdarsteller nicht mehr zurecht kommen.
Donnerstag, 1. Juli 2010
Bento #49 und ein wenig Frust
Es gibt so Tage. Heute ist einer davon. Ich habe schlecht geschlafen wegen Hitze und zu viel Zeug im Kopf. Dann habe ich heute definitiv die falschen Klamotten angezogen. Rock und Pumps sind nicht so ideal, wenn man die ganze Zeit durch die Gegend rennt, Computer und Zubehör schleppt und unter Tischen rumkriechen muss. Der Kommentar von Herrn B, als ich am Computer unterm Tisch etwas eingestöpselt habe, er könnte ja mit hochhackigen Schuhen nicht so in die Hocke gehen (schon mal ausprobiert?), war dann ebenfalls nicht hilfreich. Und als Herr S dann auch noch in den Charmemodus schaltete, als ich bei ihm was installiert habe, hat es meine Laune dann endgültig verdorben. Sein Charmemodus ist ein Brechmittel, er ist Jahrgang 1947 und hält sich für Gottes Geschenk an die Frauen. Beim letzten Punkt stimme ich ihm zu und alle Männer sollten dafür dankbar sein. Im Vergleich kann jeder andere nur gewinnen. Dann durfte ich noch einen Arbeitsplatz neu einrichten. Neben dem Monitor stand ein Gerät vom Vorgänger. Ich rufe Oberadmin an und frage, ob das noch gebraucht wird. "Jau, such mal den Treiber im Internet. Ich hab da nix zu." In der Zwischenzeit sucht die Dame, die dort nun sitzen soll, die Unterlagen zu dem Gerät raus. Zwei Heftchen und eine *tadaaa* Diskette. "Kann ich nix lesen". Blick auf den Aufkleber: "Treiber für Windows 3.1" Alles klar. Oberadmin schafft es dann auch irgendwann im Internet XP-Treiber für die Kiste zu kriegen, nachdem ich es ohne Erfolg versucht habe. Ob es funktioniert, kann ich nicht sagen, da ich nicht weiß, wie das Gerät eigentlich funktionieren soll. Auf die Frage an Oberadmin, warum wir nicht neuere Geräte für diesen Zweck benutzen, welche es durchaus für nicht allzu großes Geld gibt, bekomme ich nur ein hysterisches Lachen zurück. "Never touch a running system. Das ham wa immer benutzt. Das benutzen wir auch weiterhin." Ist nicht seine Meinung, aber er kennt die Leute hier einfach zu gut. Danke für das Gespräch.
Entschuldigt das miese Foto, aber ich habe es gestern zwischen Tür und Angel gemacht.
Oben: Tomaten, Gurken, Mais, Salat und Frühlingszwiebeln mit Dressing im Pöttchen.
Unten: Vegetarisches Schnitzel "Toskana", Mini-Leberkäse, Kräuterfetawürfel, Ei, Dip für das Ei im Pöttchen und rote Stachelbeeren.
Dienstag, 20. April 2010
Bento #36
Ich muss irgendwo meine Motivation verloren haben. Falls sie also jemand gefunden hat, gebe sie bitte bei mir ab. Das geht seit der Zeitumstellung so. Dauermüde, Dauerunmotiviert. Gab mal ein paar Tage zwischendurch, die anders waren (vorzugsweise Tage, an denen Wochenende oder Urlaub war) aber leider viel zu wenige. Dabei bin ich so arbeitswütig. Nur leider mehr den je in die völlig falsche Richtung. So ein Dreck. Gibt es "Mädchen für alles" als anerkannten Ausbildungsberuf? Und damit meine ich jetzt nix unanständiges, falls da gerade jemand auf komische Gedanken gekommen ist.
Meine Motivationslosigkeit schlägt sich auch auf meine Bentos nieder, die gerade nicht so leicht wie sonst von der Hand gehen und ziemlich einfallslos sind.
Oben: Selleriesalat, saure Gurken, Ei
Unten: Schleifennudeln mit Pasta Chuta (Vegetarische Bolognese)
Dienstag, 23. März 2010
Menschenskinnersnochmal
Der folgende Text ist in höchstem Maße verallgemeinernd und übertrieben. Das weiß ich und das ist beabsichtigt. Also bitte keine Kommentare wie: Das trifft aber sicher nicht auf jeden zu. So blöd bin ich nun auch wieder nicht.
Heute gibt es mal einen kleinen Frusteintrag. Schuld ist die Spezies Mensch und zwei Themen, die mir schon seit längerem immer wieder auf die Nerven gehen. Wenn man sie mal genauer betrachtet, ist sie nämlich trotz ihrer vermeintlichen Intelligenz doch ziemlich blöde. Oder sagen wir mal so, ich habe das Gefühl, sie wird immer dämlicher. Liegt es daran, dass es zu viele gibt?
Thema 1: Die Klage oder die Mündigkeit. Da ist der Mensch, der auf einem Weg ausrutscht, weil dort etwas Schlamm vom letzten Regen übrig geblieben ist. Was macht er? Er verklagt die Stadt, weil er nicht aufgepasst hat und sie die Wege sauber zu halten hat. Die „Und willst du nicht mein Bruder sein, dann würg ich dir ne Klage rein“-Mentalität. Haben die schon mal dran gedacht, für ihre Fehler, Unaufmerksamkeiten oder Blödheiten selber gerade zu stehen? Wenn ich gegen eine Glastür renne, verklage ich das Kaufhaus. Wenn ich mir am heißen Kaffee den Mund verbrenne, verklage ich das Restaurant. Und wenn meine Katze in der Waschmaschine beim Schleudergang das Zeitliche segnet, verklage ich wahlweise den Tierhändler, weil er mir nicht gesagt hat, dass sie das nicht aushält, oder den Waschmaschinenhersteller, weil er in seiner Gebrauchsanweisung nicht erwähnt hat, dass das Gerät schädlich für Katzen ist. Doch selbst wenn er es reingeschrieben haben sollte, hat er immer noch die Klagen der Mehrschweinchen-, Karnickel- und Mäusebesitzer am Hals. Ganz großes Kino. Waren die Menschen früher auch schon so unmündig? Haben sie schon immer nach dem Staat geschrien, als selber den Hintern hoch zu kriegen. Würde mich mal interessieren. Klar, gejammert wurde sicher auch in den vergangenen Jahrhunderten, aber war man auch schon so phlegmatisch und stur?
Thema 2: Die Ernährung oder die Perfektion des Lebens. Mittlerweile ist es eigentlich schon wieder egal, was ich esse, denn irgendwer hat es sicher für gut und richtig erklärt. Vielleicht nicht die DGE, aber es findet sich immer jemand. Kohlenhydrate sind wahlweise gut oder böse, genau wie Fett, Eiweiß oder einfach Fleisch. Rohkost und Vollkorn sind göttlich und es liegt sicher an meinem sturen Körper, dass ich regelrecht krank bin, wenn ich davon zu viel esse. Er kennt die Ernährungspyramide nämlich leider nicht und weigert sich beharrlich, Kohlenhydrate als Grundlage anzuerkennen und Rohkost für toll zu halten. Schade eigentlich. „Ich bin kerngesund, schlafe gut, habe Normalgewicht, fühle mich blendend, aber esse abends am Meisten und nicht morgens, wie man es tun sollte. Ist das schlecht?“ Die Menschen sind ernährungstechnisch mittlerweile so verunsichert, dass sie sich sogar dann den Kopf zerbrechen, wenn sie eigentlich gar keinen Grund dazu haben. Der Körper sacht einem schon, wenn man sich (für sich persönlich) schlecht ernährt. Er sagt es nicht immer gleich laut, sondern erst leise, aber er sagt es. Und wenn man nicht so damit beschäftigt wäre, Ernährungsratgeber zu lesen, irgendwelchen selbsternannten Gurus hinterher zu laufen oder ihn schlichtweg zu ignorieren, dann könnte man auch zeitnah darauf reagieren. Aber meist wartet man, bis er schreit. Und selbst dann wird selten auf ihn gehört. Warum haben wir denn so viele Ratgeber-Bücher? Weil wir nicht mehr selber entscheiden können, was wir brauchen und was uns gut tut. Und warum können wir das nicht selber entscheiden? Weil wissenschaftliche Erkenntnisse über persönlichem Empfinden stehen. Weil man „normal“ sein will. Weil man alles richtig machen will. Und über diesen Perfektionswahn kommt man in Stress, zu dem es dann wieder einen netten Ratgeber gibt. Alles muss heute durchdacht, ausgefeilt, perfekt und reibungslos sein. Was nicht funktioniert, ist kaputt, ist schlecht. Wenn ein Mensch sich nicht perfekt in seine 60-Stunden-Woche fügt, gar über Erschöpfung klagt, dann stimmt mit ihm was nicht. Er ist nicht funktionsfähig, nicht leistungsfähig genug. Was macht man? Am System zweifeln? Gott bewahre! Wir empfehlen ihm einen Ratgeber für Zeitmanagement und Stressbewältigung, schicken ihn zum Psychiater oder verschreiben ihm ein paar Pillen. Mittlerweile brauchen wir aber die Ernährungsexperten und Lebensratgeber, weil wir gar nicht mehr selber in der Lage sind, für unser Wohlbefinden Entscheidungen zu treffen. Und was das allergemeinste ist: Ich schließe mich da nicht aus.
Heute gibt es mal einen kleinen Frusteintrag. Schuld ist die Spezies Mensch und zwei Themen, die mir schon seit längerem immer wieder auf die Nerven gehen. Wenn man sie mal genauer betrachtet, ist sie nämlich trotz ihrer vermeintlichen Intelligenz doch ziemlich blöde. Oder sagen wir mal so, ich habe das Gefühl, sie wird immer dämlicher. Liegt es daran, dass es zu viele gibt?
Thema 1: Die Klage oder die Mündigkeit. Da ist der Mensch, der auf einem Weg ausrutscht, weil dort etwas Schlamm vom letzten Regen übrig geblieben ist. Was macht er? Er verklagt die Stadt, weil er nicht aufgepasst hat und sie die Wege sauber zu halten hat. Die „Und willst du nicht mein Bruder sein, dann würg ich dir ne Klage rein“-Mentalität. Haben die schon mal dran gedacht, für ihre Fehler, Unaufmerksamkeiten oder Blödheiten selber gerade zu stehen? Wenn ich gegen eine Glastür renne, verklage ich das Kaufhaus. Wenn ich mir am heißen Kaffee den Mund verbrenne, verklage ich das Restaurant. Und wenn meine Katze in der Waschmaschine beim Schleudergang das Zeitliche segnet, verklage ich wahlweise den Tierhändler, weil er mir nicht gesagt hat, dass sie das nicht aushält, oder den Waschmaschinenhersteller, weil er in seiner Gebrauchsanweisung nicht erwähnt hat, dass das Gerät schädlich für Katzen ist. Doch selbst wenn er es reingeschrieben haben sollte, hat er immer noch die Klagen der Mehrschweinchen-, Karnickel- und Mäusebesitzer am Hals. Ganz großes Kino. Waren die Menschen früher auch schon so unmündig? Haben sie schon immer nach dem Staat geschrien, als selber den Hintern hoch zu kriegen. Würde mich mal interessieren. Klar, gejammert wurde sicher auch in den vergangenen Jahrhunderten, aber war man auch schon so phlegmatisch und stur?
Thema 2: Die Ernährung oder die Perfektion des Lebens. Mittlerweile ist es eigentlich schon wieder egal, was ich esse, denn irgendwer hat es sicher für gut und richtig erklärt. Vielleicht nicht die DGE, aber es findet sich immer jemand. Kohlenhydrate sind wahlweise gut oder böse, genau wie Fett, Eiweiß oder einfach Fleisch. Rohkost und Vollkorn sind göttlich und es liegt sicher an meinem sturen Körper, dass ich regelrecht krank bin, wenn ich davon zu viel esse. Er kennt die Ernährungspyramide nämlich leider nicht und weigert sich beharrlich, Kohlenhydrate als Grundlage anzuerkennen und Rohkost für toll zu halten. Schade eigentlich. „Ich bin kerngesund, schlafe gut, habe Normalgewicht, fühle mich blendend, aber esse abends am Meisten und nicht morgens, wie man es tun sollte. Ist das schlecht?“ Die Menschen sind ernährungstechnisch mittlerweile so verunsichert, dass sie sich sogar dann den Kopf zerbrechen, wenn sie eigentlich gar keinen Grund dazu haben. Der Körper sacht einem schon, wenn man sich (für sich persönlich) schlecht ernährt. Er sagt es nicht immer gleich laut, sondern erst leise, aber er sagt es. Und wenn man nicht so damit beschäftigt wäre, Ernährungsratgeber zu lesen, irgendwelchen selbsternannten Gurus hinterher zu laufen oder ihn schlichtweg zu ignorieren, dann könnte man auch zeitnah darauf reagieren. Aber meist wartet man, bis er schreit. Und selbst dann wird selten auf ihn gehört. Warum haben wir denn so viele Ratgeber-Bücher? Weil wir nicht mehr selber entscheiden können, was wir brauchen und was uns gut tut. Und warum können wir das nicht selber entscheiden? Weil wissenschaftliche Erkenntnisse über persönlichem Empfinden stehen. Weil man „normal“ sein will. Weil man alles richtig machen will. Und über diesen Perfektionswahn kommt man in Stress, zu dem es dann wieder einen netten Ratgeber gibt. Alles muss heute durchdacht, ausgefeilt, perfekt und reibungslos sein. Was nicht funktioniert, ist kaputt, ist schlecht. Wenn ein Mensch sich nicht perfekt in seine 60-Stunden-Woche fügt, gar über Erschöpfung klagt, dann stimmt mit ihm was nicht. Er ist nicht funktionsfähig, nicht leistungsfähig genug. Was macht man? Am System zweifeln? Gott bewahre! Wir empfehlen ihm einen Ratgeber für Zeitmanagement und Stressbewältigung, schicken ihn zum Psychiater oder verschreiben ihm ein paar Pillen. Mittlerweile brauchen wir aber die Ernährungsexperten und Lebensratgeber, weil wir gar nicht mehr selber in der Lage sind, für unser Wohlbefinden Entscheidungen zu treffen. Und was das allergemeinste ist: Ich schließe mich da nicht aus.
Samstag, 3. Oktober 2009
Kassenwahn
Darf ich mal was sagen? Ich mag keine Supermarktkassen. Nun, ich habe nichts gegen die Menschen, die dahinter sitzen. Im Normalfall zumindest. Ich habe auch nix gegen die Geräte und Vorrichtungen an sich. Aber besonders jemand mit meinen Kaufangewohnheiten ist an der Kasse oft ein wenig gekniffen. Ich kaufe mehrmals die Woche ein und dann meist nur so 5 bis 10 Sachen. Daher nehme ich einen Korb und keinen Wagen. Die Einkäufe werden im Rucksack verstaut. Nun ist der Laden hier um die Ecke nicht gerade groß und das Kassenband nicht gerade lang. Ich lege meine Sachen drauf, gebe den Korb ab und warte. Wenn ich an der Reihe bin, wird nacheinander gebongt. Die Kassenmenschen sind schnell und so schaffe ich es in den wenigsten Fällen den Kram ebenso schnell in meinem Rucksack zu verstauen. Der Preis wird genannt, ich gucke nach Kleingeld und der erste böse Blick der Nachstehenden ist mir sicher. Ich bezahle, stecke das Rückgeld weg, stecke den Kassenbon weg. Bei letzterer Handlung ist aber schon der Nächste dran, der mir den zweiten bösen Blick schenkt, weil ich mich noch nicht entmaterialisiert habe. Hastig stopfe ich also den Kassenbon in mein Portemonnaie und die Sachen in meinen Rucksack, welche ich vorher weiter nach hinten geschoben habe, damit der nächste dran kann. Mal ehrlich, bin ich hier beim Einkaufen, oder auf der Flucht?! Haben die es alle wirklich so eilig, oder ist das eine Grundhaltung? Man wird ja regelrecht mit Blicken gesteinigt, wenn nicht im Akkord gezahlt und weggeräumt wird. Und wegen dieses Abschlusses gehe ich jedes Mal genervt nach Hause. Danke dafür.
Dienstag, 2. Juni 2009
Warum ist die Banane krumm?
Ich muss mich gerade mal ein wenig aufregen. Es folgt aber noch ein Nachtrag zum Samstag, weil ich mir das einfach nicht entgehen lassen kann. Aber kommen wir zunächst zu den EU-Gemüse/Obst-Formen-Normen. Na immer hin haben sie mittlerweile zumindest im Ansatz erkannt, wie hirnverbrannt das alles ist. Mal ehrlich, wo liegt der tiefere Sinn darin, dass Kirschen nicht im Supermarkt verkauft werden dürfen, wenn sie einen Durchmesser von unter 17 mm haben? Oder dass Möhren mindestens 10 und maximal 40 mm zu sein haben? Leider schaffen sie den Schwumps nicht auch für die Äpfel ab. Da wäre mir sehr dran gelegen, denn ich kaufe keine Supermarktäpfel, weil sie mir zu groß sind. Die Härte ist aber, dass nun Ausnahmen zugelassen werden sollen und zwar dann, wenn für den Verbraucher gekennzeichnet ist, dass die Äpfel zu klein sind. Also mal ehrlich, dass ist doch echt eine Beleidigung des Konsumenten! Menschen sind oft ziemlich doof. Geb ich ja zu. Aber der gemeine Mensch wird doch noch in der Lage sein, die Größe eines Apfels zu erkennen.Uh, es tut so weh. Es tut so verdammt weh.
Also manchmal hat die Menschheit echt nen Sockenschuss!
Also manchmal hat die Menschheit echt nen Sockenschuss!
Mittwoch, 25. Februar 2009
Arbeitsuntiefen
Ich bin ja durchaus ein Mensch, der fast jede Arbeit ohne Murren tut. Naja, zumindest murre ich nicht vor Chef/Kollegen/Kunden, sondern nur privat. Aber das tut ja jeder irgendwie, was schon ein wenig traurig ist. Doch manchmal frage ich mich wirklich, was ich hier eigentlich tue, oder besser gesagt, warum ich es tue. Egal wie stumpfsinnig eine Arbeit ist, solange ich einen Sinn dahinter sehen kann, mache ich sie. Heute war wieder so ein Tag, an dem ich Dinge getan habe, die in meinen Augen unsinnig waren, weil sie eine Verschlimmbesserung darstellten. Doch es war letztendlich nicht anders möglich, was es noch eine Spur frustrierender macht, weil es das gesamte System in einem nicht gerade vorteilhaften Licht da stehen lässt und bei mir zudem ein Fragezeichen aufploppen ließ. Ein Kollege bemerkte meine „Geht-mir-aus-dem-Weg-oder-ich-beiße-dir-was-ab-Miene“ und fragte direkt, ob mir meine aktuelle Tätigkeit keinen Spaß machen würde. So geradeaus darauf angesprochen, klagte ich ihm mein Leid und … wurde verstanden. Gut, der Kollege versteht mich immer, weil wir eigentlich nie anderer Meinung sind, aber das war doch sehr aufbauend. Er meinte nur, ich sollte nicht zu viel darüber nachdenken, einfach machen und mit einem genüsslichen Lächeln zusehen, wie die Folgen in die entsprechenden Stellen einschlagen. Ich schloss die Arbeiten ab und nun warte ich, was passiert.
Freitag, 9. Januar 2009
Idenn. Ich brauche Ideen. Ein Königreich für eine Idee.
Ich habe einen Kreativstau. So, nun ist es raus. Männer können einen Samenstau haben, unsereiner einen Kreativstau. Lacht nicht, das ist nicht angenehm. Symptome sind Nervosität, Ruhelosigkeit, Konzentrationsmangel, anfallartige und unkoordinierte Aufräum-/Arbeits-/Tu-Anfälle und das ständige Gefühl der Unterforderung. Ich habe den Drang, etwas zu schaffen, meine Fähigkeiten einzusetzen, mich in etwas zu versenken. Eine Arbeitswoche, die nicht allzu sehr vor Freizeit strotzte, kann das noch begünstigen. Wenn sich Kreativität und Energie jedoch schon bis zum Haaransatz hochgestaut haben, ist es mit Einfällen zur Linderung des Ganzen leider Essig, da ich nur noch schwer in der Lage bin, irgendwelche Ideen auszuhecken. Aber ich habe da zum Glück ein paar Kleinigkeiten in Petto, die zumindest die ersten Schritte erleichtern. Dinge im Koch- und Backbereich sind da immer ein guter Ansatz. Obwohl mir auch da im Moment die Einfälle fehlen. Die geplante Suppe für die Mittagessen der nächsten Woche ist zwar nett, aber keine wirkliche Herausforderung. Also falls jemand eine Idee hat, was es denn an kreativen Dingen zu tun gäbe, wäre ich sehr dankbar. Es muß nicht unbedingt etwas Künstlerisches sein. Und wenn ich nur die Pflanzenwelt meiner Wohnung durch Umtopfen, Wegschmeißen und Ersetzen wieder in Schuß bringe. Ist jetzt nicht der Weisheit letzter Schluß, aber immerhin ein Anfang. Gnah, es ist widerlich, wenn man das Gefühl hat, der Kopf könnte einem gleich platzen. Chronische Unterforderung. AAAHHHH! Ich will was tun, verdammt!
Gut, genug gejammert. Widmen wir uns wieder der Langew... *hust* Arbeit.
Gut, genug gejammert. Widmen wir uns wieder der Langew... *hust* Arbeit.
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