Sonntag, 22. Januar 2017

Liebster Award



Ich bin von Julie vor einiger Zeit mit dem Liebster Award beglückt worden. Vielen Dank, meine Liebe! Ich habe leider keine Plan, wen ich noch nominieren sollte, daher darf sich meine am Ende stehenden Fragen jeder holen wer will.


1. Was war das letzte Buch, das dich so richtig gefesselt hat?

Das passiert bei mir tatsächlich sehr selten, da ich anscheinend enorm wählerisch bin. Das letzte Buch (ich habe es noch nicht ganz durch), was mich sehr begeistert hat, war ein … Sachbuch? Comedy-Buch? … von Vince Ebert "Unberechenbar. Warum die Welt zu komplex ist um sie perfekt zu planen" Es hat mich tatsächlich gefesselt und ich kann es jedem empfehlen. Obwohl es teilweise auch ein wenig desillusionieren war. Ich kann es aber noch hin und wieder weglegen. Das letzte Buch, was ich fast gar nicht weglegen mochte, war Fingerhutsommer von Ben Aaronovitch. Ist aber schon länger her, dass ich es gelesen habe. Fiebere schon sehr dem nächsten Band entgegen.


2. Dein schönstes Erlebnis im letzten Jahr?

Puh. Das ist nicht einfach zu beantworten, wenn ich mir das Jahr so anschaue. Allerdings müsste es ja dadurch um so leichter sein, weil die positiven Dinge sehr herausstechen sollten. Mir fallen tatsächlich ein paar Highlights ein, wobei ich gerade natürlich Probleme habe, davon das Schönste auszuwählen. Ich cheate mal ein wenig, und zähle … 5 auf, ok? 

  • Das Gefühl auf dem Osterfelderkopf, als wir dem Ehepaar gesagt haben, dass wir vom Tal hoch gelaufen sind und ihr Blick dabei. Auch wenn ich zu dem Zeitpunkt nicht glaubte, jemals wieder von der Bank aufstehen zu können und es mir körperlich nicht sooo prickelnd ging.
  • Das Gefühl, als wir zum Zelten nach Marburg eingeladen worden sind und natürlich das Zelten selbst.
  • Die Nachricht, dass eine sehr alte und gute Freundin umzieht und so nah wohnt, wie seit unserer Kindheit nicht mehr.
  • Der Besuch bei meiner Cousine, weil einfach alles so flauschig, ruhig und perfekt war.
  • Meine kleinen oder eher großen Erfolge im Bereich „Menschen“. Ich habe viele für mich riesige Schritte auf andere zu gemacht (für andere wären die eher ... lachhaft, aber hey). Nicht immer erfolgreich, aber ich habe sie gemacht und es sind ganz wundervolle Momente der Nähe für mich dadurch entstanden. 


3. Welchem Harry Potter Haus fühlst du dich zugehörig?

Definitiv Huffelpuff. Ich schätze ruhige Abende im Gemeinschaftsraum mehr als Abenteuer.


4. Wenn du eine Sache in deinem Leben ändern könntest, was wäre das?

Ich finde diese Frage immer sehr schwierig. Es gibt eine Menge Dinge in meinem Leben, die ich liebend gerne ändern möchte. Viele davon hängen an einem bestimmten Ereignis in meiner Vergangenheit. Aber auf der anderen Seite wäre ich dann nicht die, die ich heute bin. Ich wäre wahrscheinlich ein komplett anderer Mensch, wenn meine Mutter nicht krank geworden wäre. Aber es gibt Aspekte meiner Persönlichkeit, die ich ohne ihre Krankheit sicher nicht hätte, die ich aber mag. Wahrscheinlich würde ich aber trotzdem das Risiko eingehen, wenn ich die Möglichkeit tatsächlich hätte. 


5. In welcher Sci-Fi-Welt würdest du gern leben?

Die Meisten finde ich gar nicht so lebenswert. Dr. Who wäre spannend, genauso wie Warehouse 13. Aber leider auch oft ziemlich lebensgefährlich. Also noch lebensgefährlicher als das Leben eh schon ist. Generell würde ich zu einer tendieren, die eher hier auf der Erde nur in einer anderen Zeit oder Realität stattfindet. Obwohl natürlich Reisen zu anderen Planeten auch einen gewissen Reiz haben.


6. Hast du eine „Bucket list“ von Dingen, die du in diesem Leben noch machen möchtest? Wenn ja, würdest du einen Punkt davon teilen?

Habe ich. Ein Punkt darauf ist, eine Woche lang in einer abgelegenen Hütte ohne Wasser und Strom zu leben. Bevorzugt irgendwo in den Bergen. (Ha! Ich habe es geschafft, nur eine Sache zu nennen! \o/)


7. Wenn du nicht mehr arbeiten gehen müsstest, um deinen Lebensstandard mindestens zu halten, würdest du es trotzdem tun?

Irgendwie finde ich das Wort arbeiten schwierig. Ich würde definitiv nicht mehr das tun, was ich heute tue und wenn ich genauso viel Geld zur Verfügung hätte wie heute, würde ich für mein Tun auch kein Geld mehr verlangen. Aber ich würde auch nicht den ganzen Tag lesen, fernsehen, spazieren gehen oder Computer spielen. Ich würde weiter etwas tun, was in irgendeiner Form anderen Menschen nutzt. Sei es, dass ich etwas herstelle, Wissen vermittle oder helfe. Aber es fühlt sich für mich nicht wie etwas an, was ich als Arbeit bezeichnen würde, weil das Wort für mich eine Konnotation hat, die ich nicht mag. Sagen wir, ich würde weiterhin meinen Beitrag zum menschlichen Zusammenleben leisten. Einfach weil es mir gut tut und ich es richtig finde. Aber es wäre eben etwas völlig anderes als das, was ich jetzt tue. 


8. Eine fiktionale Gestalt, der du unbedingt mal begegnen wollen würdest?

Da kann ich gar keine konkrete nennen. Es ist mir bei vielen Charakteren bereits der Gedanke gekommen, dass ich diese Person gerne mal wirklich treffen möchte, aber da sticht keine besonders heraus. Als Kind und Jugendliche hatte ich diesen Wunsch deutlich häufiger. Da waren meine Favoriten die rote Zora und Ronja Räubertochter. 



9. Wofür hättest du gerne mehr Zeit?

Ich hätte gerne mehr Zeit dafür, mir für Dinge mehr Zeit lassen zu können. Ich möchte gerne ineffizienter sein, mehr trödeln können. Vieles von dem was ich tue ist schon eine tolle Sache, aber ich möchte es gerne mehr ausdehnen und zelebrieren. Möchte es langsamer machen, mehr fühlen, weniger abarbeiten. Selbst Sachen, auf die ich keine Lust habe, wären mit mehr Zeit viel weniger unangenehm.


10. Wie sieht dein perfekter Tag nur für dich ganz allein aus?

Ich wache recht früh auf (heißt für mich zwischen 6 und 7). Das ist dann aber auch schon der einzige feste Bestandteil meines perfekten Tags. Im Grunde wird es ab hier schwierig weiter zu schreiben, denn ich weiß nicht, was jetzt folgt. Die Perfektion eines Tages besteht bei mir nicht darin was ich tue, sondern wie und warum ich etwas tue. Jeder Tag kann für mich perfekt sein, wenn ich das getan habe, was sich in jedem einzelnen Augenblick gut angefühlt hat. Das kann alles sein. Meist sind es viele verschiedene Dinge, da ich mich wohler fühle, wenn ich häufiger mal meine Tätigkeit wechsle. Es könnte sein, dass ich Spaß an etwas Nützlichem habe, wie Aufräumen, Ausmisten oder Putzen. Kann vorkommen. Ich könnte Backen, Kochen, Nähen, Sport machen, Singen, spazieren gehen, Rad fahren, eine neue Gegend erkunden, Meditieren, in Erinnerungsstücken schwelgen, ein Bad nehmen, Tanzen, Musik hören, ein neues Hobby ausprobieren (die Warteliste ist lang), Zimmer umdekorieren oder komplett umstellen, im Garten arbeiten, zu einer Veranstaltung gehen, malen, Computer spielen, schreiben, basteln… Es ist nicht vorhersehbar. Hauptsache ich will genau das in genau dem Moment tun.


11. Deine persönliche Taktik für mehr Menschlichkeit in dieser Welt?

Ich versuche möglichst alle Menschen, mit denen ich irgendwie in Kontakt komme, als gleichwertige Menschen wahrzunehmen. Mit Wünschen, Bedürfnissen, Ängsten, Stärken und Schwächen. Ich versuche zu helfen, wenn ich sehe, dass jemand Hilfe braucht. Ich schaue Menschen an, mit denen ich interagiere, wie z.B. an der Supermarktkasse. Ich möchte, dass der Mensch hinter der Kasse merkt, dass ich ihn als Menschen wahrnehme und nicht als Automat. Auch in negativen Situationen bemühe ich mich, so zu denken. Ich will damit nicht das Handeln der anderen entschuldigen. Es geht mir insgesamt nicht darum, jedes Verhalten der anderen einfach hinzunehmen. Doch wenn ich im Hinterkopf habe, dass dieser Mensch auch ein Leben außerhalb der konkreten Situation hat, eine Vergangenheit hat, dann sehe ich alles etwas anders. Ich schaffe es oft, nicht vorschnell zu verurteilen. Denn im Grunde weiß ich ja über die Person nichts, außer dass sie mir vielleicht gerade dumm kommt oder mich einschränkt. So häufen sich die Situationen, in denen ich weniger Wut und mehr Mitleid oder Verständnis empfinde. Ich bemühe mich, Menschen so sein zu lassen, wie sie sind und nur wenn ich dadurch starke Einschränkungen oder Gefahr sehe, zu handeln.

Um unmenschliche Arbeitsbedingungen so wenig wie möglich zu fördern, kaufe ich möglichst viele Textilien (Kleidung, Heimtextilien) fair oder gebraucht. Das klappt bei ca. 90% der Sachen. Lebensmittel versuche ich möglichst oft bio zu kaufen. Das klappt allerdings nicht so häufig wie ich gerne hätte, weil der Bioladen nicht gerade auf meinem Weg liegt. Insgesamt achte ich auf einen maßvollen, gezielten Konsum und vermeide blindes Kaufen. Mein Traum ist es zusätzlich, irgendwann ehrenamtlich zu arbeiten, aber bisher weiß ich nicht was und vor allem auch nicht wann. Das steht aber noch auf meiner To-Do-Liste. Spätestens bei der nächsten Beförderung, wenn ich meine Arbeitszeit weiter reduziere. 


Meine Fragen:
1. Wie geht es dir besser? Mit einem gut geplanten Tag, oder wenn du alles spontan entscheidest und auf dich zukommen lässt?

2. Wer trifft die Entscheidungen, was du isst? Dein Appetit oder dein Verstand?

3. Rasierst du dir die Beine? Wenn nicht, wie waren bisher die Reaktionen deiner Umgebung? (Für Männer: Wie stehst du zu der gesellschaftlichen "Regel" dass Frauenbeine rasiert sein müssen?)

4. Bist du eher jemand, der auf Nummer sicher geht, oder liebst du die Ungewissheit/das Risiko?

5. Urlaub zu Hause oder weg fahren. Was entspannt dich mehr?

6. Schreibst du Tagebuch oder hast du es jemals getan?

7. Welches Gefühl hast du, aber magst du nicht? Welches Gefühl hast du selten/nie aber möchtest du haben?

8. Was würdest du an einem total verregneten Sonntag machen?

9. Wenn du einen Tag einer heute lebenden Person aus nächster Nähe miterleben könntest, für wen würdest du dich entscheiden?

10. Bei welcher Art dich fortzubewegen fühlst du dich am wohlsten? Auto, Fahrrad, zu Fuß, Flugzeug, Bahn, Bus, sonstige? Warum?

11. Hast du schon mal etwas nicht gemacht, weil du weißt, dass es nicht "altersgemäß" ist?

Samstag, 15. Oktober 2016

Bananenbrot


Normalerweise teste ich Rezepte ein paar Mal, bevor ich darüber schreibe. Das hier fand ich aber gleich beim ersten Mal so dermaßen lecker, dass ich mich traue, es sofort weiter zu geben. Ich habe noch nie vorher Bananenbrot gebacken aber schon öfter von vielen Seiten gehört, wie lecker das ist. Da ich teilweise Zutaten nicht da hatte und nicht noch mal einkaufen gehen wollte, bzw. mir einige Rezepte auch nicht gefielen, habe ich mir eins zusammen gestückelt.

Zutaten

350 g richtig reife Bananen (also mit braunen Punkten, ohne Schale gewogen)
80 g Kokosöl (wenn ihr keins habt, könnt ihr auch Rapsöl oder Sonnenblumenöl nehmen)
60 g Zucker (es geht aber sicher auch mit anderen Süßmitteln)
200 g Dinkelvollkornmehl
1 TL Vanilleextrakt
1 TL Zimt
2 TL Backpulver
50 ml Wasser
1 Prise Salz

Zubereitung

Backofen auf 180°C Umluft vorheizen.

Mehl, Backpulver und Zimt vermischen und beiseite stellen. Bananen entweder mit einer Gabel zerdrücken oder pürieren (ich habe sie püriert, weil ich ein sehr feines Brot ohne Stückchen haben wollte). Zucker, Salz, Vanilleextrakt, Wasser und geschmolzenes Kokosöl unter die Bananen rühren. Dann die restlichen trockenen Zutaten unterrühren, bis alles gut vermischt ist. Eine kleine Kastenform einfetten und den Teig hinein schütten.

Ca. 35-45 Minuten backen. Ich empfehle mit einem Stäbchen zu testen, ob es durch ist.

Es schmeckt warm sehr gut, aber auch wenn es abgekühlt ist. Ich esse es mit Butter, Mandelmus, Erdnussbutter, Nuss-Nougat-Creme oder Honig. Es ist aber so saftig, dass es auch ohne alles sehr lecker ist. Ich könnte mir vorstellen, auch mal gehackte oder gemahlene Nüsse rein zu tun.

Sonntag, 18. September 2016

Vom Filofax zum Bullet Journal - Fazit nach einem halben Jahr

Ich habe meinen Filofax wirklich lange benutzt und geliebt, bzw. ich benutze ihn immer noch für andere Zwecke. Allerdings muss ich sagen, dass ich unendlich froh bin, zum Bullet Journal gewechselt zu sein, da es mir heute mehr entspricht. Im April habe ich angefangen und bin immer noch begeistert.

Wer jetzt große Fragezeichen im Gesicht hat: Hier schreibe ich über die Nutzung meines Filofax und hier gibt es eine grundlegende Einführung ins Bullet Journal. Letzteres ist zwar von der Idee her sehr minimalistisch, wird aber mindestens genauso vielfältig und unterschiedlich genutzt, wie ein Filofax. Sehr künstlerische Bullet Journals findet man z.B. bei Boho Berry und wenn man einfach die Google Bildersuche benutzt.

Was finde ich denn nun am Bullet Journal besser als am Filofax?

1. Ich bin ein unsteter Mensch. Es gibt Tage, da schreibe ich nix in meinen Planer und Tage, an denen ist dort sehr viel los. Beim Filofax habe ich mit der Zeit regelrecht ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ein Tag leer blieb. Der Platz ist vorgeplant, also ist er leer, wenn ich nichts aufschreibe. Kleinere Tagesspalten wollte ich aber nicht machen, denn an anderen Tagen wäre es dann zu wenig Platz gewesen. Auch die Art wie ich etwas aufschreibe ist bei mir unterschiedlich. Die Seiten für meinen Filofax habe ich aber oft am Computer erstellt und im voraus ausgedruckt. Eine Umstellung des Systems fand ich oft aufwändig und nicht so schnell umsetzbar. Beim Bullet Journal wird dieses Unstete besser aufgenommen und ich bin flexibler.

2. Meine Interessen in Bezug auf Kreativität haben sich verschoben. Ich liebte es, am Computer Seiten für meinen Filofax zu erstellen. Mittlerweile beschäftige ich mich aber lieber mit allem, was ich mit der Hand zeichnen oder schreiben kann. Daher entspricht das Bullet Journal mehr meinen derzeitigen Interessen.

3. Ich liebe Notizbücher. Das war schon immer so. Und darum liebe ich mein Bullet Journal. Dazu kommt, dass ich beim Bullet Journal für den gleichen Platz pro Seite weniger Volumen in der Tasche habe. Ich habe einen A5-Filofax und das ist echt groß. Kleiner wollte ich aber nicht mehr gehen.

Und nun zu meinem Bullet Journal und wie ich es nutze.

Ich habe ein Notizbuch von Leutturm 1917 (A5, dotted). Ich mag die Notizbücher dieser Marke gerne, da sie durchnummerierte Seiten haben, ein vorgedrucktes Inhaltsverzeichnis, mehrere Einlegebändchen und weil es sie in der gepunkteten Version gibt, die ich lieber mag als Linien oder Karos. Mittlerweile haben sie sogar ein extra Bullet Journal heraus gebracht.




Auf der ersten Seite habe ich die Symbole aufgeschrieben, die ich verwenden will. Welche man da nutzt, ist natürlich jedem selbst überlassen.




Hier ist mein Inhaltsverzeichnis, an dem man sehen kann, welche Seiten ich neben den monatlichen habe. Packlisten für Urlaube, eine Übersicht über verschickte und erhaltene Briefe, längerfristige Aufgaben (ersetzt bei mir das Future Log) und generell Listen verschiedenster Art.




Monatlich habe ich eine Übersicht, deren rechte Seite sich aber gerade verändert. Ich probiere mit einer monatlichen To-Do-Liste herum, einer Liste der Dinge, die ich für mich machen möchte (wie die, die ich ja schon vorher hatte) und einem Bereich für allgemeine Notizen.




Dann kommen zwei Tracker, die ich die gesamte Zeit nahezu gleich beibehalten habe. Sehr praktisch.




Relativ neu (3 Monate bisher) ist der Futterplan, wie ich ihn nenne. Ich bin mit dem Layout noch nicht so zufrieden, aber generell finde ich es praktisch für die Essensplanung. Da muss ich aber noch ein bisschen dran herumprobieren.




Ja und dann kommen mehr oder weniger ausführlich meine täglichen Einträge. In den ersten Monaten habe ich sie noch relativ kreativ gestaltet, mittlerweile sind sie schlichter geworden. Nur die Überschriften gestalte ich noch etwas. 








Donnerstag, 14. Juli 2016

Müsliriegel/Müsli-Bausatz



Da ich einen recht hohen Riegelkonsum habe (Müsliriegel, Fruchtschnitten usw.) und die Dinger nicht gerade günstig sind (zumindest in der Qualität, die mir genügt), habe ich mich mal selbst dran versucht. Mittlerweile hat sich ein Musliriegelbausatz ergeben, den ich mit euch teilen will. Ich habe gerne welche dabei, falls ich zwischendurch Hunger kriege, bzw. nicht dann essen kann, wenn ich es bräuchte. Essen kann ich nicht verschieben, weil mein Körper das nicht verknusen kann. Daher die vielen Riegel.

Hier also der Bausatz

200g Getreideflocken (Bei mir meist zarte Multikornflocken, aber es geht auch alles andere, was ihr so mögt. Ich habe noch nie nur kernige Flocken genommen. Eventuell braucht ihr dann etwas mehr Bindemittel.)

30g Bindemittel (Habe erst Mehl genommen, im Moment ist es aber Hanfproteinpulver, da ich Probleme mit meinem Eiweißkonsum habe. Es wirkt aber so, dass das Proteinpulver es weniger gut "verklebt". Die Riegel werden noch brüchiger. Mich stört es aber nicht.)

70g Samen und Nüsse (Leinsamen, Sesam, Sonnenblumenkerne, Chiasamen oder auch gehackte Nüsse)

95g Nussmus (bei mir in der Regel Mandelmus)

70-100g Süßungsmittel, davon mindestens 50g flüssig (ich mische 30g hellen Sirup, 40g Ahornsirup und 30g Mascobadozucker, weil ich es würzig mag)

80g Fett (ich nehme Kokosöl)

70g Trockenobst (Pflaumen, Datteln, Rosinen, Kirschen, Aprikosen...)

1/2 TL Salz


Gewürze nach Geschmack (bei mir 1/2 TL Zimt, weil Zimt geht bei mir immer, und etwas Vanille)


Zubereitung

Heizt den Ofen auf 175°C O/U-Hitze vor.

Legt eine flache Form (bei mir 17 x 27 ) mit Backpapier aus.

Mischt in einer Schüssel alle trockenen Zutaten.

Gebt das Nussmus, die Süßungsmittel und das Fett in einen Topf und erhitzt es, bis alles miteinander verbunden ist.

Gießt dann die flüssigen zu den trockenen Zutaten und verrührt alles gut.

Die Masse kommt dann in die Form und wird mit einem Löffel leicht angedrückt.

Gebt die Form in den Ofen und lasst das Ganze ca. 20-25 Minuten backen.

Nehmt es heraus und lasst es auf Handwärme abkühlen.

Dann könnt ihr den Riesenriegel mit dem Backpapier aus der Form heben und in Stücke schneiden. Es geht am besten, wenn er nicht mehr heiß, aber auch noch nicht völlig ausgekühlt ist.

Dann lasst ihr alles liegen, bis es vollständig ausgekühlt ist.

Die Riegel halten sich sicher lange. Bei mir sind sie nach spätestens 2 Wochen weg. Ich lagere sie wie Kekse in einer Dose und nehme sie in einer Tupperdose oder bei akutem Platzmangel in Alufolie eingewickelt mit. Letzteres ist aber nicht ganz so empfehlenswert, da sie nicht so stabil wie gekaufte Müsliriegel sind und schnell zerbrechen.

Wenn ihr nicht auf Müsliriegel steht, dafür aber sehr gerne Müsli mögt, könnt ihr auch ein Müsli draus machen. Lasst hierfür die Trockenfrüchte aus der Mischung raus und bereitet sie nur seperat vor. Die ungebackene Masse verteilt ihr auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech und backt sie so lange, bis es goldbraun ist (20-30 min). Wenn ihr große Stücke mögt, drückt die Masse vor dem Backen etwas zusammen und lasst es unberührt auskühlen. Wenn ihr ein sehr feines, krümeliges Müsli mögt, rührt es zwischendurch und auch nach dem Backen gut durch. Nach dem Abkühlen gebt ihr die Trockenfrüchte und wenn ihr mögt auch noch Schokotropfen oder ähnliches dazu.