Donnerstag, 3. April 2014

Liebster award Stöckchen



Mir wurde von Lena ein Stöckchen gereicht (vielen Dank dafür), welches mich dazu auffordert, beim Liebster-Award mitzumachen. Es dient dazu, unbekannte Blogs bekannter zu machen, was ich immer für eine gute Sache halte. Hier sind die Regeln:

1. Verlinke die Person, die dich nominiert hat.
2. Beantworte die Fragen, die dir gestellt wurden.
3. Nominiere 11 Blogs, die unter 200 Follower haben und nominiere sie. Sage den Leuten Bescheid.
4. Denke dir 11 eigene Fragen für die Nominierten aus.

Tja, mein Problem ist leider, dass alle Blogs unter 200 Followern die ich lese und die rein thematisch solche Fragen beantworten würden bereits mitgemacht haben. Zumindest soweit ich das überblicke. Daher reiche ich das Stöckchen ins Leere. Wer es gerne aufnehmen will, kann dies tun und gerne den entsprechenden Link dann in den Kommentaren hinterlassen.

Hier sind die Fragen, die ich beantworten sollte:

1. Was würdest du machen, wenn für dein Einkommen gesorgt wäre und du nicht zum Arbeiten gezwungen wärst?

Also erst mal würde ich eine Zeitlang hyperventilierend und wild mit den Armen fuchtelnd im Kreis rennen. Ich gehe von ein paar Tagen bis Wochen aus. Wenn ich mich wieder gefangen habe, würde ich meinen Job kündigen. Aber nur, wenn das Einkommen wirklich felsenfest gesichert wäre. Ich sage allerdings damit nicht, dass ich nie wieder in diesem Bereich arbeiten würde. Aber für mindestens 5 Jahre würde mich hier keiner mehr zu Gesicht kriegen. Danach sehen wir weiter. Es gäbe gleich 4 Richtungen, in die ich dann überlegen würde. Nr. 1: Studieren. Hier tendiere ich zu Dingen wie Webdesign oder anderen eher kreativen Sachen. Vielleicht aber auch was in die Soziologische oder psychologische Richtung. Obwohl ich ja auch Schauspiel nett fände. Da müsste ich mich dann weiter schlau machen. Nr. 2: Ausbildung. Wenn ich mich hierfür entscheide, würde ich eine Ausbildung zur Modistin oder vielleicht auch zur Schneiderin machen. Ersteres ist aber wahrscheinlicher. Nr. 3: eigener Laden. Diese Option könnte mit Nr. 2 verknüpft sein. Ich würde einen Hutladen, Klamottenladen oder etwas in Richtung „DaWanda zum Anfassen“ machen. Könnte mir auch vorstellen, eine begabte Barista mit ins Boot zu holen und neben Verkauf auch Bewirtung mit anzubieten. Nr. 4: Freiwilligenarbeit. Wenn ich keinerlei Geld verdienen muss, könnte ich mir auch gut vorstellen, mich sozial zu engagieren. Freiwillige werden immer gesucht. Besonders die Bereiche mit Kindern (vorlesen, Betreuung…) oder auch Jugendlichen (Hausaufgaben, Ansprechpartner für Probleme/Zukunftsgestaltung….) würden mich reizen, aber auch andere soziale Projekte.

Generell tendiere ich zu Dingen, bei denen ich Menschen in irgendeiner Form helfe oder ihnen Gutes tue. Und sei es eben nur, ihnen einen Hut zu verkaufen, den sie total großartig finden. Ich möchte Menschen in irgendeiner Form beraten.

2. Wenn du als einzige Person sicher wüsstest, dass in einer Woche die Erde vernichtet wird, was würdest du machen und wem würdest du davon erzählen?


Hm, Dilemma. Ich würde am liebsten niemandem davon erzählen, denn ich finde, dass dieses Wissen eine ziemlich Last wäre, die ich niemandem ohne Not auferlegen will. Allerdings glaube ich nicht, dass ich die Stärke aufbringen würde, das alleine tragen zu können. Daher würde ich wohl meinem Freund davon erzählen. Auch weil ich glaube, dass er es wissen wollen würde und es nicht gut fände, wenn ich es ihm verschweige, nur um ihn zu schonen. Dann würde ich irgendwie versuchen, den Menschen die mir wichtig sind, dies noch ein letztes Mal zu zeigen. Ich würde es auch so arrangieren, dass keiner von ihnen zu diesem Zeitpunkt alleine ist. Vielleicht würde ich sie einfach alle einladen.

3. Was bringt dich unter Garantie in weniger als einer Minute zu einem Wutausbruch?

Ich bin jetzt nicht gerade jemand, der so wahnsinnig viele Wutausbrüche hat. Aber es gibt zwei Dinge, die eine große Begabung haben, mich wütend zu machen. Obwohl ich finde, dass sie teilweise einander bedingen: Ungerechtigkeit und Vorurteile.
Menschen mit akademischen Titeln, Migrationshintergrund, viel Geld, hoher Bildung, geringer Bildung, homosexueller oder heterosexueller Orientierung, tollen Markenschuhen, wie auch immer farbiger Haut, herausstechenden Begabungen, Behinderungen usw. sind nicht besser oder schlechter als sonst irgendwer. Und wenn jemand aufgrund ein oder mehrerer dieser Dinge bevorzugt oder benachteiligt wird, dann macht mich das wütend. Denn ich kann es ebenfalls nicht leiden, wenn ich in eine bestimmte Schublade gesteckt werde, ohne dass mich mein Gegenüber kennt. Ich erzähle bei der Gelegenheit immer gerne von einem Umzug, wo ich vom LKW-Fahrer, der die Kisten und Möbel an die Helfer weiter gab, immer nur Lampenschirme und Wolldecken in die Hand gedrückt bekam und mir den Spruch „Das ist doch viel zu schwer für dich!“ anhören musste, als ich mir schnell eine Kiste griff, als er nicht hin guckte. Ich werde wütend, wenn man mir abspricht, für mich entscheiden zu können was ich kann und was ich nicht kann. Ich werde wütend, wenn man sich ein Urteil über mich bildet (in diesem Fall „schwaches, dummes Weib“), ohne mich im Geringsten zu kennen.

4. Falls du eine Entscheidung in deinem Leben rückgängig machen könntest, würdest du es tun?

Ich denke nicht, denn die Folgen sind unabsehbar. Jede Entscheidung, die mir Negatives gebracht hat (und davon gab es ne ganze Menge), hat auch positive Folgen gehabt und sei es nur, dass ich mich durch die Erfahrung in eine bestimmte Richtung entwickelt habe. Immer wieder kommt mir der Gedanke, dass ich meinen Beruf früher hätte aufgeben sollen, denn jetzt wäre das mittlerweile ziemlich dämlich (bin Beamtin). Dabei geht es halt nicht nur darum, dass man einen sicheren Job aufgibt, sondern auch um viele andere Dinge wie Altersvorsorge und Krankenkasse, was ja bei den Beamten etwas anders läuft. Je älter ich werde, desto schwieriger und auch unsinniger wird das. Das ärgert mich sehr. Ich mag es nicht, so angebunden zu sein. Aber dann wäre ich nicht da, wo ich heute bin, würde viele Menschen, die mir sehr wichtig sind, wahrscheinlich gar nicht kennen. Blöde Idee. Es gibt aber durchaus ein paar Dinge, die ich wahrscheinlich ohne negative Folgen rückgängig zu machen wären.


5. Dein typisches Wochenende?

Gibt es nicht. Meine Wochenenden unterscheiden sich viel zu sehr, um eine Linie zu erkennen. Mal bleibe ich zu Hause, backe was, bastle, male, lese, gehe mit meinem Freund spazieren, gucke Filme/Serien. Manchmal will ich raus, was sehen, was machen. Dann fahren wir in eine andere Stadt, gehen klettern, zu Freunden, in den Zoo, oder sonst wo hin. Aber wie gesagt, das variiert ständig.

6. Dein größtes Talent?

Ich denke, eines meiner größten Talente ist, die Emotionen anderer Menschen zu erkennen. Ich liege sicher nicht immer richtig, was den Auslöser angeht (ich kann es ja auch nicht unbedingt überprüfen), aber generell habe ich da drin schon eine ziemliche Begabung. Ist aber nicht gerade etwas, was ich uneingeschränkt gut finde. Oft ist das Rauschen, das die Emotionen der anderen verursachen, ziemlich laut und anstrengend. Ich kann es (noch) nicht abstellen oder einfach nicht drauf achten. Von daher etwas zweischneidig.

7. Dein absoluter Lieblingsort?

Die Badewanne. Sie darf natürlich auch gerne recht groß und luxuriös sein. Nur nicht so groß, dass es ungemütlich wird. Die Temperatur den Wassers sollte knapp unter dem Siedepunkt liegen ;-)

8. Falls es die Möglichkeit gebe, nach deinem Tod dein Bewusstsein in einen anderen Körper zu überführen – würdest du es machen?

Puh, schwere Frage. Zuerst dachte ich spontan „Ja, klar! Ist doch total spannend, mehr von der Zukunft zu sehen!“ aber bei näherer Betrachtung tendiere ich zu nein. Es wäre sehr einsam, da alle anderen die ich kenne ja bereits tot oder bald tot wären. Weiß nicht, ob ich das ertragen würde. Dann hätte ich Angst davor, was es mit meiner Einstellung zum Tod macht. Was kommt, wenn auch der zweite Körper zerfällt? Ich befürchte, dass ich süchtig werden könnte, oder bzw. irgendwann unfähig wäre, es zu beenden und immer wieder einen neuen Körper wählen müsste. Ich empfehle zu diesem Thema das Buch „Alle Menschen sind sterblich“ von Simone de Bouvoir. Nicht exakt das Gleiche, aber von der Tendenz schon. Aber Vorsicht, das Buch kann ziemlich bedrückend sein.


9. Du bist für einen Tag Regierungschef in Deutschland und darfst eine Entscheidung treffen, die danach auf jeden Fall gültig ist. Was wäre das?

Ehrlich gesagt würde ich mich nicht in der Lage sehen, das zu tun. Ich habe von den Zusammenhängen viel zu wenig Ahnung, als dass ich die Folgen meiner Entscheidung auch nur erahnen könnte. Diese Verantwortung finde ich ein klein wenig hoch. Denn gerade in Bereichen, wo Lösungen sehr dringlich wären, könnte ich noch mehr Schaden anrichten. Es gibt meist keine so einfachen Lösungen, auch wenn es z.B. am Stammtisch oft danach aussieht. Wenn, dann würde ich mich lange auf diese Sache vorbereiten wollen. Es gäbe schon Dinge, die ich gerne Entscheiden möchte. Vielleicht lege ich fest, dass bis zu einem bestimmten Stichjahr (es sollte natürlich eine realistische Zeitspanne sein) ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt wird, oder vielleicht stelle ich es unter hohe Strafen, wenn bei der Stadtplanung und der Anlage oder Sanierung von Straßen keine Radfahrer berücksichtigt werden. Im Bereich der Gleichberechtigung würden mir sicher auch noch ein paar Dinge einfallen. Nein, ich fände diese Sache nicht einfach.


10. Eine Sache, die du nicht kannst und auch nicht können möchtest?

Es gibt schon einige Sachen, die mich einfach nicht reizen würden. Ein ganzer Haufen Sportarten z.B.: fast jede Art von Wintersport (Langlauf fänd ich noch ganz nett), Mannschaftssportarten wie Fußball oder Handball und Rennsport, um nur ein paar aufzuzählen.


11. Dein supertoller, geheimer Medientipp (Buch, Film, Serie, Homepage, Blog, Musik ….), den viel zu wenige Leute kennen und den du mit der Welt teilen willst?

Da möchte ich eine Zeitschrift in den Raum schmeißen, die ich eigentlich eh mal hier vorgestellt haben wollte und zu der ich ein mittelmäßiges Video (der Ton ist nicht so optimal wie auch die Perspektive und ich habe etwas schnell geblättert) gemacht habe. Sie heißt Flow und kommt ursprünglich aus den Niederlanden.





Da ich ja wie gesagt niemanden nominiere, kann jeder der Lust hat, die folgenden Fragen beantworten.

1. Definiere deinen persönlichen Stil.

2. Was hat dich zuletzt positiv überrascht, obwohl du zuerst skeptisch warst? (Essen, Buch, Film, Produkt, Urlaub, Restaurant …)

3. Wenn du nur drei Gegenstände deines persönlichen Besitzes retten könntest, welche wären das?

4. Welche Eigenschaft beeindruckt dich bei anderen Menschen am Meisten?

5. Gibt es etwas, das für dich der Inbegriff von Genuss ist?

6. Wenn du die freie Wahl hättest, wen würdest du gerne als Mentor haben? (es können auch bereits lange verstorbene Personen gewählt werden)

7. Wenn du eine Superkraft haben könntest, welche würdest du wählen?

8. Was war das Letzte was du zum ersten Mal gemacht hast? (die Frage klingt irgendwie Banane. Ich hoffe ihr versteht was ich meine.)

9. Wenn du eine unangenehme Aufgabe für den Rest deines Lebens an jemand anderen abgeben könntest, welche würdest zu wählen? (Der andere würde das natürlich liebend gern tun und brennt schon darauf.)

10. Gibt es eine Person, die du regelmäßig siehst und die du magst, obwohl du sie gar nicht wirklich kennst? (z.B. Postbote, Verkäufer, Busfahrer)

11. Wenn du dir ein perfektes Frühstück herbei zaubern könntest, was würdest du essen wollen?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen