Samstag, 18. Juni 2011

Tausend kleine Schritte


Tausend kleine Schritte von Toni Jordan


Grace zählt. Schritte, Mohnkörner, Bissen, Tische, Hähnchenkeulen, Stunden und Zahnbürstenborsten. Und eigentlich ist sie damit recht zufrieden. Bis Samuel, der (Halb)Ire, auftaucht, und ihren Tagesablauf völlig auf den Kopf stellt. Er hält sich nicht an die Tageszeiten. Er tut was ihm gefällt und wann es ihm gefällt. Das Buch beschreibt die Tausend kleinen Schritte, die jeder machen muss, um den anderen zu treffen. Es hat mich sehr beeindruckt aber auch erschreckt. Beeindruckend fand ich die Stärke der beiden Charaktere, erschreckend die Tatsache, wie nah ich mich Grace fühlte und wie sehr ich ihre Gedanken nachvollziehen konnte. Einiges in diesem Buch musste ich erst akzeptieren lernen, weil es nicht in mein Weltbild, mein Meinungsbild passt. Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke, finde ich es gut so und im Grunde besser und natürlicher als alles, was ich mir Gewünscht hatte. Ich werde mir ein Beispiel daran nehmen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen